Die türkische Regierung hat die in München verabredete Feuerpause für das Bürgerkriegsland Syrien als „wichtigen Schritt“ auf der Suche nach einer Lösung für den Konflikt im Nachbarland begrüßt. „Jetzt ist es wichtig, diese Gelegenheit zu ergreifen“, teilte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu über Twitter mit. Die russischen Luftangriffe müssten gestoppt und humanitäre Hilfe ermöglicht werden.

Çavuşoğlu hatte die Türkei bei den Gesprächen in München vertreten, in denen sich Russland, die USA und wichtige Regionalmächte in der Nacht zu Freitag auf eine Feuerpause in Syrien binnen einer Woche geeinigt hatten.

Alleine in dieser Woche seien 35 000 bis 40 000 Syrer vor russischen Luftangriffen in der Region Aleppo an die türkische Grenze geflohen, sagte Vize-Ministerpräsident Yalçın Akdoğan bei einem Besuch an der Grenze. Die Regierung in Ankara hält die Grenze geschlossen, versorgt die Flüchtlinge aber auf der syrischen Seite.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu warnte die kurdischen YPG-Milizen in Syrien vor einem Vormarsch. „Wenn die YPG unsere Sicherheit bedroht, wird das Notwendige unternommen werden“, sagte er nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“ auf der Rückreise aus den Niederlanden. „Die Verbindungen der PKK mit der YPG sind offensichtlich.“ (dpa/dtj)