Menschenrechtler Peter Steudtner (2.v.r.) und sein Kollege Ali Gharavi (3.v.r) aus Schweden sprechen am 26.10.2017 in Istanbul, Türkei, vor dem Gefängnis Silivri mit Journalisten. Nach seiner Freilassung in der Türkei wird der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner wieder in Deutschland erwartet.
Menschenrechtler Peter Steudtner (2.v.r.) und sein Kollege Ali Gharavi (3.v.r) aus Schweden sprechen am 26.10.2017 in Istanbul, Türkei, vor dem Gefängnis Silivri mit Journalisten. Nach seiner Freilassung in der Türkei wird der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner wieder in Deutschland erwartet. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Die Menschenrechtler Peter Steudtner und Ali Gharavi sind nach eigener Aussage während ihrer Haft in der Türkei nicht misshandelt worden. Sie seien jedoch «ausgesprochen unfreundlich» behandelt worden, sagten sie dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Gelitten hätten sie im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses in Silivri nahe Istanbul vor allem unter der Isolation. An seinem Alltag in Berlin schätzt Steudtner, «wieder Zeit mit anderen Menschen verbringen zu können». Dennoch befinde sich sein Körper noch immer in einem Zustand ständiger Wachsamkeit. «Ich reagiere auf jedes Geräusch», berichtete der Menschenrechtler.

Verfahren gegen Menschenrechtler geht weiter

Steudtner, sein schwedischer Kollege Gharavi und sechs weitere inhaftierte Menschenrechtler waren vergangene Woche in der Türkei überraschend aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ihr Verfahren wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation beziehungsweise Unterstützung solcher Gruppen geht aber weiter. Die Verhandlung wird am 22. November fortgesetzt.

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dpa/dtj