Die Europawahlen in den Niederlanden haben der islamfeindlichen „Partei für die Freiheit“ (PVV) des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders eine herbe Niederlage eingetragen. Mit nur noch 12,2% (-4,8) der Stimmen verliert seine Partei zwei Sitze im Europaparlament und kommt damit nur noch auf drei Mandate.

Stärkste Partei mit 15,6% der Stimmen wurde den ersten Exit-Polls zufolge die linksliberalen  „Demokraten `66“, die 4,8% zulegen konnten. Knapp dahinter landeten die Christdemokraten (CDA) mit 15,2%. Sie hatten 4,8% gegenüber 2009 verloren.

Die rechtsliberale VVD landete mit 12,3% (+0,9) noch knapp vor der PVV. Die Sozialdemokraten (PvdA) kamen auf 9,4% (-2,6), die Sozialisten gewinnen 2,9% dazu und landen bei 10%. Das streng calvinistische Bündnis aus ChristenUnie und SGP gewann 1% dazu und kam auf 7,8%, die Grünen (GroenLinks) verloren 1,1% und landeten ebenfalls 7,8%. Die Tierschutzpartei kam auf 4,2% (+0,8).

Zweiter großer Wahlsieger war die Rentnerpartei 50plus, die auf Anhieb 4,2% für sich verbuchen konnte. Im Rahmen der Exit Polls waren 40 000 Niederländer befragt worden. Die offiziellen Wahlergebnisse dürfen erst am Sonntagabend bekannt gegeben werden.