Der Boykott von Coca-Cola hat sich in der Türkei zu einem Protestsymbol gegen Israel entwickelt. (rtr)

In der Türkei boykottieren immer mehr Menschen das Erfrischungsgetränk Coca Cola, um damit gegen die israelische Militäroperation in Gaza zu protestieren. Vor allem auf sozialen Netzwerken wird dem Hersteller vorgeworfen, den Staat Israel finanziell zu unterstützen.

Zwar hat die Coca-Cola Company laut Today’s Zaman bereits dementiert, Israel in irgend einer Weise finanziell zu unterstützen und auch in den sozialen Medien werden keinerlei dingfeste Beweise dafür erbracht. Doch der Cola-Boykott in der Türkei hat sich zu einer Art Trend entwickelt. Der Verzicht auf das Erfrischungsgetränk gilt als symbolischer Widerstand gegen das israelische Vorgehen in Gaza.

Fanta statt Cola – Fehler wird zum trending topic

Für Schlagzeilen sorgte nun der Bürgermeister der westtürkischen Provinz Tekirdağ, Ali Yerlikaya. Die Zeitung Today’s Zaman berichtete, dass Yerlikaya am Mittwoch an einer offiziellen Iftar-Veranstaltung teilnahm und zuvor auf Twitter ebenfalls einen offiziellen Coca Cola Boykott ankündigte. Als Ersatz trank der Politiker jedoch Fanta – ein Erfrischungsgetränk, dessen Inhaber ebenfalls die Coca-Cola Company ist.

Der peinliche Fehler wurde bald trending topic auf Twitter und Yerlikaya deaktivierte dem Bericht nach anschließend seinen Twitter-Account.