Philippinen - dha

Die Türkei bereitet sich darauf vor, 90 Tonnen Hilfsgüter auf die Philippinen zu schicken. Das südostasiatische Land ist vom Taifun Haiyan verwüstet worden sind und es wird befürchtet, dass die Anzahl der Toten sich noch erhöht. Einem Statement des Katastrophen-und-Notfall-Management-Direktorat des Premierministers (AFAD) zufolge werde die Türkei zunächst 1000 Zelte, 8000 Decken und 1000 Küchengeräte sowie Hilfe in Form von Nahrungsmittel auf die Philippinen zu schicken.

Das staatliche Amt für religiöse Angelegenheiten plant zudem für Freitag in den 80.000 Moscheen des Landes eine Sammlung von Spenden und Hilfsgütern für die Taifun-Opfer. Eine zuständige Stiftung der Behörde rief am Donnerstag auf ihrer Internetseite zu Geldspenden für die Opfer auf. Der Leiter des Amtes, Mehmet Görmez, verwies zudem auf die Beziehungen zwischen der Türkei und den Muslimen in der Katastrophenregion.

Der türkische Premierminister Erdoğan sendete Präsident Benigno Aquino III ein Telegramm, in welchem er ihm sein Mitgefühl ausdrückte und versprach, Unterstützung und Hilfe zu leisten.

Die Türkei will zudem Such-und Rettungsteams in die Gebiete schicken, wo Einsatzkräfte immer noch nach Überlebenden suchen. Mindestens 10 000 Menschen sollen vermutlich allein in der Stadt Tacloban getötet worden sein, nachdem einer der schlimmsten Stürme überhaupt Häuser und Schulen wegspülte.

Beamte projizierten, dass die Anzahl der Toten noch weiter steigen würde, wenn die Einsatzkräfte erst die Gebiete erreichen würden, die durch Überschwemmungen und Erdrutsche blockiert sind.

Sogar für die Verhältnisse der traditionell katastrophengefährdeten Philippinen, die regelmäßig von Erdbeben, Vulkanen und Wirbelstürmen betroffen sind, scheint der Taifun Haiyan bis dato die tödlichste Naturkatastrophe überhaupt gewesen zu sein. (dtj/kna)