In Deutschland ist sie auf dem absteigenden Ast, aber möglicherweise könnte die islamfeindliche Pegida-Bewegung zumindest kurzfristig noch zu einem Exportartikel werden.

Einer Ankündigung auf der Facebook-Seite von „Pegida UK“ zufolge wollen Anhänger der Bewegung am 28. Februar in der Innenstadt von Newcastle im englischen Nordosten einen Aufmarsch abhalten. Die Pegida-Community auf dem sozialen Netzwerk hat bereits mehr als 13 000 Likes.

Britischen Medien zufolge sollen der Demonstration in Newcastle weitere Veranstaltungen in Großstädten wie Manchester und Birmingham sowie der Hauptstadt London folgen. Die Veranstalter rechnen mit 500 bis 3000 Teilnehmern, was auch der Teilnehmerzahl bisheriger Aufmärsche rechtsextremer Plattformen wie EDL oder „Britain First“ entsprechen würde. Ein Sprecher von Pegida UK sagte der Tageszeitung „The Mirror“: „Wir wollen mit dieser Versammlung keine Extremisten anziehen. Wir sind gegen einen radikalen Islam und Hassprediger und glauben, dass sich Muslime an unseren westlichen Lebensstil anpassen müssen.“

Besorgte Einwohner und Bürgergruppen von Newcastle wollen unterdessen auch keine islamfeindlichen Hassprediger und haben derweil ein Verbot der Demonstration gefordert. „Dies ist unsere Stadt, und wir haben kein Problem mit Islamismus“, sagte Stadtrat Dipu Ahan der Lokalzeitung „The Chronicle“. „Die muslimische Gemeinde hat immer gut mit der Polizei zusammengearbeitet, aber wir sind es satt, dass rechtsradikale Gruppen glauben, in die Stadt kommen zu können, um uns anzugreifen.“

Für den Fall, dass die Polizei die Pegida-Demonstration nicht verbietet, planen die Einwohner von Newcastle eine Gegenveranstaltung. (KNA/dtj)