Einen Tag nach der Entfernung einer PKK-Statue aus der Ortschaft Lice in der Provinz Diyarbakır haben PKK-Terroristen in Van eine Patrouille des türkischen Militärs angegriffen. Dabei wurde der Leutnant Emre As getötet, ein weiterer Soldat verletzt.
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Muhammet Gürlek war gerade einmal 21 Jahre alt und seit drei Monaten im Dienst, als er in der osttürkischen Provinz Bingöl dem PKK-Terror zum Opfer fiel.

Die Nachricht von seinem Tod traf besonders den Vater, Hacı Gürlek. Als er von Militärangehörigen die traurige Nachricht übermittelt bekam, sagter er: „Ich habe noch gestern mit meinem Sohn telefoniert. Er sagte mir, dass er kommen wird. Nun erreicht uns die Nachricht seines Märtyrertodes. Mein Kommandant, wo ist Muhammet? Warum hast du ihn nicht mitgebracht?“

Muhammet ist nicht das einzige Opfer des PKK-Terrors. Neben Gürlek sind zwei weitere Soldaten bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi im Osten der Türkei getötet worden. Sechs weitere wurden verletzt, als ihr Wagen nahe der Provinz Bingöl per Fernzündung zur Explosion gebracht wurde. Bei einem Angriff der PKK waren am Freitagabend in der Provinz Hakkari  bei Dağlıca drei Soldaten gefallen und sechs verletzt worden.

Am Sonntagmorgen ist es in Kars zudem zu Kämpfen zwischen der türkischen Gendarmerie und der PKK gekommen. Dabei sind ein Soldat ermordet und drei Terroristen getötet worden.

Laut der Tageszeitung Zaman sagte ein Vater, dessen Sohn seit 10 Tagen im Dienst ist: „Die Reichen kaufen sich frei und liegen zu Hause. Kinder von armen Menschen wie meine fallen. Wieso stirbt nicht ein einziges Kind eines Abgeordneten?“

Für die Anschläge machte der türkische Generalstab die terroristische PKK verantwortlich. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu kamen seit Beginn der Auseinandersetzungen vor 40 Tagen insgesamt 41 Sicherheitskräfte ums Leben. Über die Toten auf Seiten der PKK gibt es keine genauen Angaben. Türkischen Medien zufolge sollen mehr als 200 PKK-Kämpfer von den türkischen Sicherheitskräften getötet worden sein.