Die spanischen Zeitungen ‚El Mundo‘ und ’20 Minutos‘ berichten, dass der Emir von Katar, Scheich Tamim Bin Hamad al Thani, nach dem Verbot der Stierkämpfe in Barcelona die dann künftig nicht mehr dafür genutzte größte Arena der Stadt kaufen wolle, um auf dem Territorium die größte Moschee Europas und die drittgrößte Moschee der ganzen Welt zu gründen.

Insgesamt mehr als 40 000 Menschen sollen am Ende dort gleichzeitig beten können. Geplant ist außerdem ein 300 Meter hohes Minarett. In den Räumlichkeiten der Moschee sollen Korankurse angeboten werden. Die Vorbesprechungen für die Moschee, deren Fertigstellung für 2020 geplant ist, dauern an.

Das Vorhaben ist jedoch nicht unumstritten. Der Parteivorsitzender der regierenden konservativen Volkspartei (PP), Alberto Fernandez Diaz, kritisierte, dass dieses Projekt nicht zu Barcelona passe und sagte er sei deshalb gegen die Moschee.

Islam in Europa: Der Emir von Katar bot nach Medienberichten zufolge 2,2 Milliarden € an, um die einstige Stierkampfarena in eine Moschee zu umwandeln. (dha)

Die geplante Moschee in Barcelona ist nicht das einzige von Katar finanzierte Moschee-Bauprojekt in Europa. In Dänemark eröffnete jüngst eine auch mit katarischem Geld errichtete Großmoschee.