Vor der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten aus dem Nahen Osten wird in Litauen und Estland über den Bau von Moscheen gestritten. „Vilnius hat viele andere Probleme“, blockte Bürgermeister Remigijus Simasius im litauischen Fernsehen einen Vorschlag von Mufti Romas Jakubauskas ab. Regierungschef Algirdas Butkevicius reagierte ebenfalls zurückhaltend auf das Ansinnen der islamischen Gemeinde: „Ich denke, dass auch andere Räume vorbereitet werden können, wenn sie beten oder andere Rituale durchführen müssen“, sagt er der Agentur BNS zufolge.

In Estland sprach sich Mufti Ildar Muhhamedshin für den Bau einer Moschee aus. Sie könne dazu beitragen, den ankommenden Flüchtlingen bei der Integration zu helfen, sagte er. Die islamische Gemeinde erhofft sich bei dem bereits seit Jahren diskutierten Vorhaben finanzielle Unterstützung durch die Regierung. Ein Sprecher des Innenministeriums in Tallinn schloss eine staatliche oder kommunale Beteiligung jedoch aus, berichtete der estnische Rundfunk. (dpa/dtj)