Connect with us

Sport

Feners Meisterschaftsrezept: Die treffsichere Viererkette

Spread the love

Fenerbahçes Vorsprung auf seine Verfolger beträgt nun mittlerweile zehn Punkte und ausgerechnet zwei Verteidiger schossen „Fener“ zum 2:1-Heimsieg über Torku Konyaspor. Die Viererkette sammelt damit weiter fleißig Scorerpunkte. (Foto: zaman)

Published

on

Bruno Alves und Egemen Korkmaz
Spread the love

„Offense wins Games, Defense wins Championships.“ Zwischen dieser Weisheit und dem türkischen Spitzenklub Fenerbahçe bestehen gewisse Parallelen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass auch die Verteidiger des Süper-Lig-Tabellenführers wichtige Tore erzielen und den Kanarienvögeln damit schon oft zu Siegen verhalfen in dieser Saison. Auf den Flügeln sind die agilen und technisch versierten Außenverteidiger Gökhan Gönül und Caner Erkin unterwegs. Fenerbahçe stellt mit ihnen auch die beiden Außenverteidiger der türkischen Nationalmannschaft. Im Deckungszentrum stellen Egemen Korkmaz und Bruno Alves (Foto) nicht nur ein echtes Bollwerk dar, die zwei robusten Innenverteidiger sorgen auch im gegnerischen Strafraum für viel Gefahr. Genauso geschehen am letzten Spieltag beim Heimspiel gegen Torku Konyaspor, als sich Fener dank der beiden Treffer ihrer Innenverteidiger die nächsten drei Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft holten.

Für allzu viel Unruhe sorgte der Führungstreffer der Gäste durch Djalma nach 22 Minuten nicht. Trotz der 1:0-Führung von Torku Konyaspor im Şükrü-Saraçoğlu-Stadion brauchten sich die Fener-Anhänger keine großen Sorgen zu machen. Denn wie gewöhnlich ließ sich die Mannschaft von Ersun Yanal nicht aus dem Konzept bringen und stürmte weiter zielstrebig nach vorne. Doch es sind nicht wie in den letzten Jahren die starken Individualisten, die Fenerbahçe auf die Erfolgsspur bringen. Viel mehr agiert das Team im Angriff als Kollektiv. Gönül und Erkin beispielsweise sind so gut wie immer in Strafraumnähe anspielbar und setzen die Stürmer immer wieder gut in Szene. Was in Europa schon als moderner Fußball gilt, wird von keiner türkischen Mannschaft so gut umgesetzt wie vom 18-maligen Titelträger. Denn Trainer Yanal legt großen Wert auf die Athletik und setzt sowohl auf standkräftige als auch auf schnelle Fußballer. Diese Kombination bringt den türkischen Pokalsieger nach zweijähriger Durststrecke in der Süper Lig wieder auf die Siegerstraße.        

Viererkette kommt gemeinsam auf sechs Tore und 15 Vorlagen

Eine entscheidende Waffe des aktuellen Vizemeisters sind auch die Standardsituationen, bei denen sich insbesondere Korkmaz und Alves erfolgreich einbringen. In selber Manier erzielte der portugiesische Abwehrrecke auch den Ausgleich gegen Konyaspor. Fenerbahçe bewies gegen das Team um Theofanis Gekas und Aliaksandr Hleb erneut seine Ausdauerstärke und erzielte zehn Minuten vor dem Abpfiff eben durch jenen Korkmaz den 2:1-Siegtreffer. Es war Korkmaz‘ zweites Saisontor. Genauso viele Tore hat auch sein Nebenmann Alves auf dem Konto. Ihre Kollegen auf den rechten und linken Flügeln stellten dagegen ihre Vorlagengeberqualitäten unter Beweis. Während Rechtsverteidiger Gönül drei Scorerpunkte durch Assists sammeln konnte, legte Linksverteidiger Erkin schon zehn Tore auf und erzielte zwei selbst.

„Haben noch keinen Blumentopf gewonnen“

Alves, der in der portugiesischen Nationalmannschaft in der Innenverteidigung neben Pepe von Real Madrid gesetzt ist, warnt aber seine Mannschaftskollegen vor zu viel Zufriedenheit: „Es war zwar nicht unser bestes Spiel, aber die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Dass zwei Verteidiger die Tore erzielten, war schon erstaunlich, aber wir haben damit noch keinen Blumentopf gewonnen. Es erwarten uns noch viele Spiele. Wir arbeiten tagtäglich an unseren Zielen und werden diese auch am Saisonende erreichen.“ Korkmaz erklärte, beim Siegtreffer seinem Instinkt gefolgt zu sein: „Eigentlich sollte ich nicht mit nach vorne, aber nennen wir es mal Schicksal. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich auch mit nach vorne soll.“ Fener baute mit dem Sieg den Vorsprung auf seinen Verfolger und Erzrivalen Galatasaray nun schon auf zehn Punkte aus. Theoretisch könnte Fenerbahce alle drei Derbys verlieren und sich dennoch die Meisterschaft sichern. Korkmaz sieht jedoch keinen Grund, einen Gang runterzuschalten. „Schon vor dem Spiel waren wir uns im Klaren, dass wir uns trotz des Vorsprunges keinen Ausrutscher erlauben wollen, denn in der Rückrunde erwarten uns noch sehr harte Spiele. Das Spiel gegen Konyaspor war eines davon“, erklärte der Siegtorschütze vom Montag.