Texaner wollen Istanbuls Weltflughafen bauen

Am Montag besuchte eine Delegation des in Houston ansässigen Konzerns ADC & HAS Istanbul. Die Delegation wurde von der Bürgermeisterin der Stadt, Annise Parker (l.), angeführt. Die Politikerin ließ in einem Interview mit der Zeitung „Bugün“ keine Zweifel an der Entschlossenheit der Amerikaner aufkommen, in der Türkei aktiv zu werden.

Ein Unternehmen wie ADC & HAS brauche sich international nicht zu verstecken, so ihre selbstbewusst vorgetragene Meinung. Vor kurzem erst baute das erfolgreiche Unternehmen Flughäfen in Ecuador und Costa Rica. Optimistisch führte Parker an: „Der Wert und die Größe der Ausschreibung für den neuen Istanbuler Flughafen ist enorm und der Wettbewerb um das Projekt wird hart geführt. Wir können aber mit Recht behaupten, dass wir uns auskennen mit Konstruktionen in dieser Größenordnung. Das nötige Know-how bringen wir auf jeden Fall mit. Wir werden gemeinsam mit einem unserer Partnerunternehmen an der Ausschreibung teilnehmen.“

Auch nach dem Treffen mit dem türkischen Parlamentarier Fahrettin Poyraz, dem Vorsitzenden der Kommission für staatliche Wirtschaftsunternehmen (KIT), zeigte sich Parker zuversichtlich und berichtete, dass texanische Firmen an der Türkei insgesamt und an Projekten in der Türkei großes Interesse hätten. „Istanbul ist ein toller Ort in einer einzigartigen Lage. Es ist letztlich auch das Tor zum Nahen Osten für den texanischen Handel“, kommentierte Parker und fügte hinzu, dass sie sich für bessere bilaterale Beziehungen auf wirtschaftlicher Ebene zwischen der Türkei und den USA einsetzen möchte. Vor allem möchte sie für eine Freihandelszone zwischen beiden Nationen eintreten.

Turkish Airlines landet in Texas

Die Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) ist eine der erfolgreichsten der Welt. Hauptsächlich liegt dies an der günstigen geostrategischen Lage der Türkei, zum anderen liegt es aber auch an der eifrigen Ausweitung der Destinationen, also Zielflughäfen, der THY. Seit April fliegt Turkish Airlines vier Mal pro Woche von Istanbul nach Houston, die texanische Millionenmetropole – und in Kürze wollen die Verantwortlichen auf sechs Mal erhöhen. Parker bezeichnete die Anflüge ihrer Heimatstadt durch die türkische Fluggesellschaft als außerordentlich hilfreich. Eine bessere Flugverbindung werde ihrer Meinung nach auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Staaten stärken.

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Die 7 Milliarden Euro schwere Ausschreibung erregt derweil in der Welt großes Aufsehen. Neben dem Bau des größten Flughafens der Welt in Istanbul, der 150 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen soll, ist auch das Land um die Flughafenanlage herum heiß begehrtes Gut unter Investoren.