In der Türkei wird die „Schweinegrippe“ zu einem ernsthaften Problem. In diesem Jahr gibt es in der Türkei 170 Menschen, die sich mit dem gefährlichen H1N1-Virus angesteckt haben, gab der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Eyüp Gümüş, bei einer Pressekonferenz bekannt. Im vergangenen Jahr sollen 11 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe umgekommen sein. In diesem Jahr sind es bereit 5 Tote gewesen. Die Todesfälle hat Antalya, Kocaeli, Çanakkale, Sivas und Mersin gegeben.

Zunahme von H1N1-Fällen, aber keine Epidemie

Gümüş zufolge hat es zwar in den vergangenen Jahr einen Anstieg der Fälle gegeben, von einer Epidemie könne aber noch nicht die Rede sein. Das Gesundheitsministerium hat etwa ein Spezialistenteam in die Stadt Mersin geschickt, dass die Fälle vor Ort untersuchen wird. Das Ministerium sei dabei, alle Daten aus dem gesamten Land auszuwerten, so Gümüş. „Ernährung und Hygiene sind sehr wichtig. Zudem versäumen es die Menschen im Falle einer Grippe einen Arzt aufzusuchen, sie müssen unbedingt einen Arzt aufsuchen“, warnt der Experte. Es sei ganz besonders wichtig die Hände häufig zu waschen. Momentan gehe es darum, erst gar nicht angesteckt zu werden und den Krankheitsverlauf zu stoppen.

Keine Massenimpfungen wegen Schweinegrippe

Derzeit wolle das Ministerium dennoch keine Massenimpfungen durchführen, da die Grippesaison im April ohnehin ende. Sämtliche öffentliche Krankenhäuser sollen mit entsprechenden Medikamenten versorgt worden sein. „Diese werden in den öffentlichen Krankenhäusern kostenlos verteilt“. Wie Gümüş bekannt gab, verlaufen die Krankheitsfälle wie vorhergesehen. „Sollte es aber aber größere Veränderungen im Verlauf geben, würde es zusätzliche Maßnahmen geben“, sagte der Gesundheitsexperte.

Bei der Pressekonferenz warnte Gümüş vor Grippeerkrankungen. „Inzwischen wird die Grippe zu einer tödlichen Krankheit. Sie kann sehr schnell bei den Kranken voranschreiten“, mahnte der Staassekretär.