Ende 2014 lebten in der Türkei 77 695 904 Menschen. Das teilte das türkische Statistikamt am Mittwoch mit. Damit stieg die Bevölkerungszahl im Vergleich zum 31.12.2013 um mehr als 1 Million.

Auch der Verstädterungstrend in der Türkei hält an. 91,8 % der Bevölkerung lebt in Städten und Metropolen. Klar vorne liegt hier Istanbul mit 14,38 Mio. Menschen. Das sind 18,5 % der Gesamtbevölkerung.

Auf den weiteren Plätzen folgen Ankara mit 5,15, Izmir mit 4,11, Bursa mit 2,8 und Antalya mit 2,22 Mio. Menschen. Die Provinz Bayburt liegt mit einer Bevölkerungszahl von 80 607 abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Entsprechend nahm auch die Bevölkerungsdichte zu. Auf einem Quadratkilometer lebten 2014 im Schnitt 101 Menschen – im vergangenen Jahr waren es 100. In Istanbul beträgt die Bevölkerungsdichte 2767 Einwohner/km². Am geringsten ist sie in Tunceli mit nur 12 Einwohnern/km². In Deutschland beträgt die Bevölkerungsdichte 226 Einwohner/km².

Frauen älter als Männer

Im Schnitt ist der türkische Bürger 30,4 Jahre alt. Die Frau ist dabei mit 31,4 Jahren etwas älter als der Mann (30,1). Der männliche Anteil beträgt 50,2 %, der weibliche 49,8. Am ältesten ist die Bevölkerung im Schnitt in der Schwarzmeerprovinz Sinop (39,1), am jüngsten in Şırnak (19,1) in Südostanatolien.

Obwohl das Bevölkerungswachstum minimal sank, wird die Türkei in wenigen Jahren Deutschland überholen. Im Falle eines Beitritts wäre sie dann das bevölkerungsreichte Land in der EU. In Deutschland leben aktuell 81,1 Mio. Menschen.

Um das Wachstum zu stabilisieren, kündigte die Regierung zuletzt ein neues Gesetzespaket an, das unter anderem Einmalzahlungen für Neugeborene vorsieht.