Diyanet-Präsident Mehmet Görmez ließ sich mit neuem Luxus-Wagen zum Fastenbrechen ins Erdoğan-Palast fahren.
Diyanet-Präsident Mehmet Görmez ließ sich mit neuem Luxus-Wagen zum Fastenbrechen ins Erdoğan-Palast fahren.

Der Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez, nutzt jetzt seine neue Luxus-Limousine. Görmez ließ sich Anfang der Woche mit dem gepanzerten Mercedes, den er von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan als Geschenk bekam, zum Fastenbrechen in seinen neuen Palast fahren.

Vor zwei Monaten hatte es eine Debatte über die Anschaffung eines Luxus-Dienstwagens für Görmez gegeben. Im Fokus des öffentlichen Interesses stand dabei, ob das Geld für das Auto aus der Staatskasse oder aus der zur Diyanet gehörigen Stiftung stammte. Görmez kündigte damals an, auf das Auto zu verzichten „nicht, weil es ein Fehler war, sondern um der Öffentlichkeit eine Lehre zu erteilen (ibret-i alem)“.

In der Wahlkampfphase schaltete sich in dem Fall dann Staatspräsident Erdoğan öffentlich ein und erklärte, er hätte Görmez von diesem Schritt zurückgehalten. Görmez nutzte das Präsidentengeschenk seit einem Monat nicht. Politische Beobachter gehen davon aus, dass er nun mit dem neuen Mercedes zum Palast fuhr, um keine erneute öffentliche Kritik des Staatspräsidenten auszulösen.