Polizisten in Istanbul führen einen Verdächtigen ab.
Im Zusammenhang mit der Tötung eines serbischen Fans am Rande eines Galatasaray-Spiels in der EuroLeague scheint der Täter identifiziert zu sein. Dies gibt der Polizeichef von İstanbul bekannt. Nun wird weitere Gewalt befürchtet.

Im Zusammenhang mit der Tötung eines serbischen Basketballfans im Zuge von Ausschreitungen im Umfeld des EuroLeague-Spiels zwischen Galatasaray und Roter Stern Belgrad in İstanbul in der Vorwoche teilt der Polizeichef der Stadt, Selami Altınok, am Freitag mit, dass sieben Personen festgenommen wurden.

Man gehe davon aus, so der Polizeichef, dass die Identität des mutmaßlichen Mörders feststehe. „Ich kann nur so viel sagen, dass es sich um einen türkischen Staatsangehörigen handelt“, äußerte sich Altınok gegenüber der Presse. Bei den Verdächtigen handle es sich nicht um Angehörige der Hooliganszene, die vor dem Spiel in Ausschreitungen verwickelt war.

Der tragische Zwischenfall, im Zuge dessen der 25-jährige Roter-Stern-Fan Marko Ivkovic starb, hatte zu diplomatischen Verwicklungen zwischen Serbien und der Türkei geführt. Aus Serbien waren Vorwürfe nachlässiger Arbeit an die türkische Polizei gerichtet worden. Fans der in die gleiche Gruppe wie Galatasaray gelosten Mannschaft Olympiakos Piräus kündigten Racheakte unter dem Banner der „orthodoxen Bruderschaft“ an.

Galatasaray-Fans bereits 2000 in tödliche Zusammenstöße verwickelt

Ultras im Umfeld von Galatasaray reagierten darauf ebenfalls mit provokativen Aktionen wie einem Banner, auf dem die Namen von Fangruppen unterschiedlichster Vereine aufgeführt waren, mit einem Häkchen bei jener von Roter Stern.

Die Hooliganszene im Umfeld Galatasarays hatte bereits im Zusammenhang mit dem Fußball-UEFA-Pokal 2000 für negatives Aufsehen gesorgt, als Chris Loftus und Kevin Speight, zwei Anhänger des Semifinalgegners Leeds United, im Umfeld der Begegnung in İstanbul erstochen worden waren.