Galatasaray-Präsident Ünal Aysal mit dem CDU-Politiker Armin Laschet.

Aysal unterzeichnete hier mit dem Regionalligisten SG Wattenscheid 09 einen Kooperationsvertrag. Aysal will damit deutsch-türkische Talente in Zukunft zunehmend für Galatasaray gewinnen. „Der Regionalligist aus Bochum wird in den kommenden Jahren als Nachwuchsschmiede für den Verein aus Istanbul fungieren“, hieß es am Samstag vonseiten des Vereins. Im Zuge der Kooperation soll in Wattenscheid zudem eine Galatasaray-Fußballakademie errichtet werden. Eine Konkretisierung der Vertragsdauer und weitere Details sollen in weiteren Gesprächen festgelegt werden.

Im Rahmen seiner kurzen Reise in Deutschland besuchte Aysal (li.) auch den nordrhein-westfälischen Landtag. Dort führte er Gespräche mit NRW-CDU Chef Armin Laschet (re.) und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Aysal sprach mit den beiden Politikern über den deutsch-türkischen Fußball sowie über wirtschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Nach seinen Gesprächen zeigte sich Aysal erfreut über die Ergebnisse seiner seit zwei Jahren laufenden Projekte im Ausland. Dem DTJ sagte er, dass er und sein Team mit dieser Entwicklung Galatasaray zum Fenster Europas in die Türkei machen wollten. Wirtschaftsminister Garrelt Duin war ebenfalls vom Engagement des türkischen Vereins in Deutschland angetan: „Ich freue mich über das Engagement von Galatasaray in Nordrhein-Westfalen.“

Galatasaray trotz schlechter Serie auf Platz 2

In der heimischen Liga läuft es derzeit allerdings eher durchwachsen: Am Samstag enttäuschte Galatasaray erneut seine Fans. In Konya erreichte das Team von Trainer Roberto Mancini nur ein torloses Remis und bleibt damit zum dritten Mal in Folge ohne Tor in der Süper Lig. Durch die Niederlage von Beşiktaş rückt Galatasaray aber dank einer besseren Tordifferenz auf Platz 2. Nächste Woche steigt dann in Istanbul das große Derby gegen Spitzenreiter Fenerbahçe, der aktuell zehn Punkte Vorsprung auf Gala hat.