Die Präsidenten der Ex-Sowjetrepubliken Aserbaidschan und Armenien treffen sich mit Frankreichs Staatschef Hollande. Es geht um die umstrittene Region Berg-Karabach. (rtr)

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg und Streit um die Region Berg-Karabach hat Frankreich einen Vermittlungsversuch zwischen zwei verfeindeten früheren Sowjetrepubliken gestartet. Präsident François Hollande empfing am Montag im Élysée-Palast die Staatschefs von Aserbaidschan und Armenien, Ilham Aliyev und Sersch Sargsjan.

Zunächst kam Hollande mit seinen beiden Amtskollegen zu getrennten Gesprächen zusammen. Anschließend stand ein gemeinsames Treffen aller drei Präsidenten auf der Agenda, um Vertrauen neu aufzubauen, gefolgt von einem Abendessen. Einzelheiten zu den Gesprächen gab es zunächst nicht.

Die beiden verfeindeten Länder streiten seit langem um die Region Berg-Karabach. Seit 1992 wird die Region im südlichen Kaukasus, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, durch armenische Truppen besetzt gehalten. Zuvor hatte es Anfang der 1990 Jahre eine Krieg zwischen den beiden Nationen gegeben. Trotz eines 1994 vereinbarten Waffenstillstands kommt es immer wieder zu schweren Gefechten. Dabei gab es im August mindestens 18 Tote.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte bei einem Besuch beider Länder in der vergangenen Woche eine friedliche Lösung des Streits angemahnt. (dtj/dpa)