Bayer 04 Leverkusen gelingt die Vertragsverlängerung mit Ömer Toprak. Er unterschrieb bis 2018 und zählt zu den Hoffnungsträgern der „Werkself“.

Ömer Toprak gehört zu den festen Größen im Team von Bayer 04 Leverkusen und spielte eine überzeugende Hinrunde. Pünktlich zum Bundesliga-Rückrundenstart unterschrieb Toprak einen neuen Kontrakt bei der „Werkself“, der ihn bis 2018 an den Champions League-Achtelfinalisten bindet. Sein ursprünglicher Vertrag war noch bis 2016 gültig.

Somit verlängerten die Leverkusener den Vertrag ihres Innenverteidigers schon zwei Jahre im Voraus um zwei weitere Spielzeiten. Damit unterstrich der Klub seine Zufriedenheit mit dem 24-Jährigen, der 2011 vom SC Freiburg an den Rhein wechselte, wo er sich auch zum Stammspieler der türkischen Nationalmannschaft entwickelte. Toprak absolvierte in der laufenden Saison bisher 22 Pflichtspiele für das Team von Trainer Sami Hyppiä und zeigte speziell in den Spielen der „Königsklasse“ eine ganz neue Eigenschaft: Der gebürtige Ravensburger ist nun des Öfteren auch im gegnerischen Strafraum zu finden und markierte bereits zwei Tore in der Champions-League-Gruppenphase.

Toprak benötigte keine lange Bedenkzeit

Im Beisein von Sportdirektor Rudi Völler und Bayer 04-Geschäftsführer Michael Schade setzte der 19-fache türkische Nationalspieler, der die „Werkself“ mit seinem Siegtreffer im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Real Sociedad San Sebastian in die Runde der letzten 16 führte, seine Unterschrift unter den bis zum 30. Juni 2018 datierten Vertrag. „Ich freue mich sehr, dass wir uns auf diese lange Zusammenarbeit geeinigt haben. Bayer 04 hat mir in den vergangenen Jahren viel Vertrauen entgegengebracht. Aber nicht nur deshalb fühle ich mich in Leverkusen wohl. Wir haben eine starke Mannschaft, mit der wir hochgesteckte Ziele erreichen können. Deshalb ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen, mich bis 2018 an den Verein zu binden“, ließ Toprak nach seiner Vertragsverlängerung verlauten.

Der türkische Abwehrmann spielt mittlerweile so stark, dass er in diesem Sommer womöglich sogar zur Weltmeisterschaft mitgefahren wäre, wenn er sich für sein Geburtsland entschieden hätte. Doch für den Deutsch-Türken war es eher eine Herzensangelegenheit: „Ich spiele gerne für mein Vaterland. Wir haben uns zwar leider nicht für die Weltmeisterschaft in Brasilien qualifiziert, doch ich bin sehr zufrieden. Ich habe mir zuerst die Frage gestellt: Könntest du mit dem DFB gegen die Türkei spielen und dann auch ein Tor schießen?“

„Einer der Eckpfeiler unserer Mannschaft“

Dem Ex-Bundestrainer Rudi Völler hat es Toprak jedenfalls angetan. Der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen verweist besonders auf die enorme Entwicklung des früheren Breisgauers, dem er zudem auch noch eine vielversprechende Zukunft voraussagt: „Gerade im vergangenen Jahr hat Ömer einen großen Schritt nach vorne gemacht. Er hat an Ausstrahlung gewonnen, übernimmt Verantwortung auf dem Platz und hat inzwischen auch Torgefahr entwickelt. Wir betrachten Ömer als einen der Eckpfeiler unserer Mannschaft, er wird in den kommenden Jahren noch an Klasse hinzugewinnen. Darum war es für uns besonders wichtig, mit ihm zu verlängern. Ömer ist längst noch nicht an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angekommen.“

Toprak schließt sich Kießling, Bender und Leno an

Der ambitionierte Bundesliga-Klub ist auf dem besten Weg zu einer nachhaltig zukunftsträchtigen Ausrichtung. Die Vertragsverlängerung mit Toprak ist das beste Indiz für die Neuausrichtung der Rheinländer, die zuvor auch schon andere Leistungsträger des Teams langfristig binden konnten.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, nicht nur talentierte und entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten, sondern eben auch etablierte und überdurchschnittliche Profis in unseren Reihen zu halten, um national und international konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist uns bereits mit Stefan Kießling, Lars Bender und Bernd Leno gelungen, und zu dieser Spieler-Kategorie gehört auch Ömer Toprak. Er ist bei uns in Leverkusen zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga geworden. Wir sind deshalb sehr froh, dass sich Ömer nun langfristig für uns ausgesprochen hat“, so Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade.