Während die Türkei sich nach dem feigen Mordanschlag mehrerer Anhänger der terroristischen PKK auf drei türkische Soldaten im Bezirk Yüksekova (Provinz Hakkari) immer noch im Schockzustand befindet, planen extremistische Kräfte im Südosten eine neue Provokation.

Am Samstag erklärte die mit der PKK verbündete „Patriotische Revolutionäre Jugendbewegung“ (YDG-H) in Cizre (Provinz Şırnak) die „Autonomie“ über die Siedlungen Sur und Nur. In diesem Zusammenhang marschierten etwa 100 maskierte Mitglieder der Terrororganisation unter Mitführung von PKK-Fahnen durch die Nachbarschaften.

Die Terroristen deklarierten, dass künftig keine türkischen Polizisten und Soldaten mehr Zutritt auf dieses Territorium haben würden. Dabei begannen sie, Barrikaden nicht nur um die Siedlungen Sur und Nur zu errichten, sondern auch um das angrenzende Cudi. Die Polizei schritt jedoch umgehend ein und unterband die Aktivitäten.

Die YDG-H gilt als eine Art Bürgerwehr der PKK, deren Aufgabe es sein soll, in den stark von den Terroristen dominierten Gebieten die Sicherheit aufrechtzuerhalten.

YDG-H will neue Strategie testen

Wie aus geheimdienstlichen Unterlagen hervorgeht, hat der Führer des Verbandes, Murat Karayılan, persönlich über Funk diese Aktion angeordnet. Es sollten erst Siedlungen eingenommen werden, bevor man sich daran versuche, größere Städte unter Kontrolle zu bringen.

Das Amt des Gouverneurs von Şırnak hat in einer Mitteilung die Darstellung, YDG-H habe in Cizre eine Autonomie erklärt, zurückgewiesen und dazu aufgerufen, den Friedensprozess zu unterstützen. Dafür sei es erforderlich, dass jede Seite auf provokative Sprache verzichte.