Wie die türkische Regierung mitteilt, wurden in den Jahren von 2011 bis 2013 insgesamt 209 Millionen TL (etwa 100 Mio. US-$), für Heilbehandlungen syrischer Flüchtlinge ausgegeben, die aus ihrem vom Bürgerkrieg heimgesuchten Heimatland geflohen waren.

Auf eine parlamentarische Anfrage der oppositionellen Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei; CHP) erklärte Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoğlu, dass insgesamt 11 656 Syrer im Laufe des letzten Jahres in türkischen Krankenhäusern behandelt worden waren, insgesamt seit April 2011, als der Syrienkrieg ausbrach, waren es 16 542.

In der Zeit bis zum Jahresende 2013 hat man insgesamt 208,8 Mio. TL dafür aufgewendet.

Insgesamt wurden Syrer in Krankenhäusern von 49 Provinzen quer über die Türkei behandelt, wobei die meisten, nämlich 3038 Menschen, sich in Şanlıurfa einer Behandlung unterzogen. Mit 2539 war Istanbul an zweiter Stelle. Aus den Provinzen Hatay, Kilis und Kahramanmaraş wurden keine Zahlen gemeldet, obwohl dort die meisten syrischen Flüchtlinge untergebracht sind. Etwa 7629 aller Flüchtlinge, die behandelt wurden, wurden in staatlichen Krankenhäusern untergebracht.

Müezzinoğlu wies Darstellungen zurück, wonach die Kapazitäten für stationäre Behandlungen von türkischen Staatsangehörigen nicht ausreichten, weil so viele syrische Flüchtlinge dort behandelt würden. Er betonte, dass die Bettenzahlen in den Provinzen Kilis, Gaziantep und Şanlıurfa aufgestockt würden.

Den offiziellen Zahlen zufolge überstieg die Zahl der bislang aus Syrien geflohenen Menschen mittlerweile eine Million, wobei Hunderttausende davon in Flüchtlingslagern leben, die über die Fläche der Türkei verteilt sind, und der Rest in die großen Städte gegangen ist, wo viele davon auf den Straßen leben. In Großstädten wie Istanbul versuchen die Kommunen vor allem gegen Bettler und Wegelagerer vorzugehen.