Am Wochenende wurden einige Provinzen der Türkei von Schneefällen heimgesucht. Darunter waren die Provinzen Bursa, Kars und Hakkâri. Vor allem in der Provinz Hakkâri kam es dabei zu teils chaotischen Zuständen, als die lokalen Behörden nach dem Wintereinbruch am Samstagmorgen größte Probleme damit hatten, die Zufahrtswege zu den Dörfern wieder befahrbar zu machen.

Zahlreiche Dorfstraßen mussten aus diesem Grund auch gesperrt werden. Behörden in Hakkâri arbeiten nun daran, wieder normale Verkehrsverhältnisse herzustellen. Die Schneemassen, die an den Straßenrand geräumt wurden, stapeln sich jedoch nicht selten bis zur Höhe von einem Meter auf. Die Lage für die Ordnungskräfte wird dadurch erschwert, dass die Schneefälle weiter anhalten und von starken Stürmen begleitet werden.

Autofahrer schlecht auf die Schneefälle vorbereitet

Auch in Uludağ, dem berühmten Skiort in der westtürkischen Provinz Bursa, hat es am Freitag zu schneien begonnen und seither nicht mehr aufgehört. Salztrucks und Räumfahrzeuge versuchen, die Wege nach Uludağ befahrbar zu erhalten und Autofahrern ihre Situation zu erleichtern. Zahlreiche Pkws sind dabei noch nicht mit Winterreifen oder Schneeketten ausgestattet und blieben inmitten der Straße stecken. Der Nachrichtenagentur Cihan zufolge können Fahrer alle 100 Meter entlang der Straße auf den Uludağ-Gipfel Plätze finden, um Schneeketten aufzuziehen. Am Straßenrand stehen Arbeiter, die acht Stunden täglich Schneeketten für 30 TL verleihen oder für 80 TL verkaufen.

Dem türkischen Büro für Meteorologie zufolge wird der Schneefall in Uludağ noch bis zum Mittwoch anhalten und die Temperaturen seien auf -2° Celsius gefallen.

Auch in Kars ist der Winter eingekehrt und es ist kühler als sonst um diese Jahreszeit. Kinder und Jugendliche nutzten diese Situation für ausgiebige Schneeballschlachten.