Präsidentschaftswahlen in der Türkei: Vor einem Forum von Wirtschaftsvertretern gelobte Premierminister Erdoğan, dass sich an der Wirtschaftspolitik im Falle seines Wahlsieges nichts ändern werde. (zaman)

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan gelobte am Donnerstag vor dem 7. Handels- und Industrierat in Ankara, dass die Wirtschaftspolitik sich nicht ändern werde, wenn er im August zum Präsidenten gewählt wird. Auf diesem Wege wollte er der Besorgnis von Teilen der Wirtschaft über die Stabilität des Landes gegensteuern.

„Es wird keinerlei Kursänderung in der Wirtschaftspolitik geben, wenn ich zum Präsidenten gewählt werde“, betonte Erdoğan. Wegen der „starken rechtlichen Rahmensetzung und der Reformen“ würden Wahlen die Wirtschaft generell nicht mehr beeinflussen. „Wenn zum Beispiel in zwei Tagen eine Wahl ist; gibt es irgendein Problem in der Wirtschaft? Nein. Es steht noch nicht fest, wer der nächste Premierminister sein wird, aber trotzdem gibt es kein Problem in der Wirtschaft. Und zwar deshalb, weil die Märkte uns und unserer Politik vertrauen.“

Erdoğan unterstrich ein weiteres Mal seine Unzufriedenheit mit der derzeitigen Leitzinshöhe und der Geldpolitik der Zentralbank. „Ich bin mit der derzeitigen Zinshöhe der Zentralbank nicht einverstanden“, so Erdoğan. „Die Leitzinsen sollten niedriger sein. Generell sollten die Zinsen niedriger sein, um eine Aufrechterhaltung der Investitionstätigkeit in der Türkei zu gewährleisten.“