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Ferah Ener

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Hüseyin Edemir gehört zu jenen Newcomern der türkischen Literaturwelt, deren Erfolg sich - so bitter es klingt - aus der misslungenen Politik in der Türkei speist, die ihn ins Gefängnis brachte. Sein 2015 erschienenes erstes Buch "C-84" beschreibt seine Zeit...
Der Türkei steht vor einer der wichtigsten Entscheidungen ihrer jüngeren Geschichte: Am 16. April stimmt sie über eine umfassende Verfassungsreform ab, die Staatspräsident Erdoğan umfassende Macht verleihen soll. Gegner der Reform befürchten, dass das Land damit endgültig zur Diktatur wird. Doch es geht um noch mehr: Mit der Verfassungsreform würde auch die endgültige Abkehr der Türkei von Europa besiegelt.
Offiziell gilt die Türkei noch als demokratische Republik, im Lande hingegen herrschen seit langem keine demokratischen Zustände mehr. Vor allem die Presse ist seit langem im Visier des Präsidenten. Dabei geht es nicht nur um die Eingrenzung der Pressefreiheit für kritische Berichterstatter, sondern zugleich um die effektive Mediennutzung zu Gunsten des Präsidialsystems. Der Putschversuch vom 15. Juli 2016 bildet dabei den Auftakt für eine ungeahnte Säuberungswelle, die es Erdoğan ermöglicht, sich in den Medien gekonnt in Szene zu setzen und das Plädoyer für ein Präsidialsystem an den Mann zu bringen.
In Ankara ist eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Bekannt ist sie aber nicht nur für ihre hohen Ansprüche an Lehre und Forschung, sondern auch für ihren progressiven und widerständigen Geist. Deshalb ist sie seit langem im Visier der Regierung.
Im südtürkischen Iskenderun wurde der Menschenrechtsaktivist Coşkun Selçuk festgenommen. Er hatte sich zusammen gegen die derzeitige Umstrukturierung des Bildungssystems gewehrt.
Kommentar Das Jahr 2016 ist überstanden. Es war weltweit kein gutes Jahr, aber besonders für die Türkei war es furchtbar. Insgesamt war die Stimmung im Lande gedrückt, besonders nach dem Putschversuch und den Verhaftungswellen von Journalisten, Beamten, Akademikern, Polizisten,...
„Tschüss“ und „çüş“ klangen fast gleich. Für uns Gastarbeiterkinder damals der absolute Renner. Kindheitserinnerungen an den Türkischunterricht in einem Berliner Gastarbeiterviertel
"Proje Okul" sorgt derzeit für viel Aufruhr. Das bereits im März 2014 vom türkischen Bildungsministerium ins Leben gerufene Projekt ist besonders seit dem gescheiterten Putschversuch in vollem Gange. Kritiker des Projekts behaupten, dass dadurch die besten Schulen des Landes zu rein religiösen Kaderschmieden werden gemacht werden sollen. Doch es regt sich Widerstand.
Der IS und andere Terrorgruppen nutzen die Regeln der Aufmerksamkeitsöknomonie in der digitalen Welt für sich, wenn sie brutale und verstörende Hinrichtungsviedeos über das Internet verbreiten. Wir dürfen ihnen dabei nicht in die Hände spielen.
Das Künstlerleben ist meist hart: Viel Arbeit, wenig Geld. Von der romantischen Selbstverwirklichung, die sich viele darunter vorstellen, bleibt meist nicht viel übrig. Noch dazu sind Kulturschaffende oft am Ende der wirtschaftlichen Nahrungskette; geht es mit der allgemeinen Wirtschaft...

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