Zwei IS-Granaten treffen die Türkei. (dpa)

Zeugenaussagen zufolge sind zwei von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) abgefeuerte Granaten auf türkischem Boden eingeschlagen. Die Geschosse gingen am Freitag in einem Weingut nieder. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor. Beamte der Türkischen Gendarmerie eilten zum Ort des Geschehens. Die Zeitung Today’s Zaman berichtete, die IS-Kämpfer hätten zehn Kilometer westlich der Stadt Kobani nach schweren Kämpfen mit den als PKK nahe geltenden kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) einen Hügel an der Grenze zur Türkei erobert. Die dort stationierten YPG Einheiten hätten den Hügel zuvor dafür genutzt, IS-Positionen zu beschießen.

Die Kämpfe dauern derweil an, sodass am Freitag Mittag auf der türkischen Seite der Grenze Gefechtslärm zu hören war. „Wir haben Angst. Wir nehmen das Auto und verlassen die Stadt“, sagte der Besitzer des türkischen Weinguts Hüseyin Türkmen.

Kurdische Kämpfer sagten am Donnerstag sie hätten den Vormarsch des IS auf Kobani gestoppt und forderten US Luftangriffe auf die teilweise mit schweren Waffen und Panzern vorrückenden IS-Einheiten.